CLEANER MOUNTAINS
MAKE THE INVISIBLE VISIBLE
Studien zu Mikroabfällen und insbesondere zu Mikroplastik häufen sich, um deren Auswirkungen auf die Umwelt und ihr potenzielles Risiko für die Gesundheit zu bestimmen. Kunststoffe werden seit Jahren untersucht, insbesondere ihre Folgen in den Ozeanen und die Schäden an der Tierwelt, doch das Wissen über die Auswirkungen ihrer Fragmentierung ist noch lückenhaft.
Mikroabfälle sind kleiner als 5 mm und in Ökosystemen allgegenwärtig. Sie werden leicht durch Regenwasser und Schmelzwasser ausgewaschen, können über sehr weite Strecken transportiert werden und die gesamte Nahrungskette beeinflussen. Denn Organismen können sie leicht aufnehmen. Nicht biologisch abbaubar akkumulieren sie in der Umwelt und entlang der Nahrungskette: Dies bezeichnet man als Bioakkumulation und Biomagnifikation.
Dieses Projekt, das Claude Bernhard für Summit Foundation realisiert hat, vereint 20 Bilder von Mikroplastikfragmenten, alle zwischen 1 und 5 mm gross. Der Ansatz der Walliser Fotografin zielt darauf ab, das Unsichtbare sichtbar zu machen, um die Frage zu beantworten, die sich viele von uns stellen: "Wie sehen Mikroplastikpartikel aus?"
Nachfolgend finden Sie die Fotografien von Claude Bernhard.
DAS PROBLEM WELTWEIT
Die jährliche Kunststoffproduktion erreichte 2017 348 Millionen Tonnen (Quelle: PLASTICSEUROPE) und diese Menge soll sich bis 2030 verdoppeln (Quelle: HEINRICH BÖLL STIFTUNG). Die Hälfte davon wird für Einwegverpackungen verwendet.
Laut Studien gelangen 3% bis 10% in die Umwelt, wo sich Kunststoff zersetzt und fragmentiert, bis er schliesslich überall zu finden ist. Laut einer 2019 veröffentlichten Studie nimmt ein Mensch im Durchschnitt mehr als 5 g Mikroplastik pro Woche auf, das entspricht dem Gewicht einer Kreditkarte (Quelle: WWF)!
Über den Transport von Abfällen (Makroabfälle, Mikroabfälle und Nanoabfälle) durch Wasser hinaus werden Mikroplastikpartikel auch durch den Wind transportiert.
Plastic threatens food security, human health and coastal tourism, and contributes to climate change.
DAS PROBLEM IN DER SCHWEIZ
Laut den Modellen sind 1% bis 5% der Kunststoffe im Wasser in Schwebe, der Rest sinkt auf den Grund.
Selon les modèles, 1% à 5% des plastiques sont en suspension dans l’eau, le reste coule au fond.
Ergebnis: weniger als 5 Tonnen pro Jahr verlassen den Genfersee über die Rhone.
Erste wissenschaftliche Arbeiten haben ihre Präsenz in völlig unbewohnten Regionen nachgewiesen, unter anderem in Bergseen oberhalb von 1500 m (Quelle: AQUALTI).
Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Dennoch sind unsere Gewässer genauso verschmutzt wie die des Mittelmeers (Quelle: OCEANEYE).
Es ist dringend notwendig, gegen die Plastikverschmutzung zu handeln, auch in unseren Bergen und Gewässern, indem das Problem weiter dokumentiert, die breite Öffentlichkeit für ein Bewusstsein der Herausforderungen informiert und alternative Lösungen zu Einwegverpackungen bekannt gemacht werden, die immer zahlreicher und leistungsfähiger werden.
Als Geochemikerin ausgebildet, mit einer Spezialisierung auf die Datierung von Grundwasser in ariden Umgebungen, arbeitet Claude Bernhard derzeit als Wissenschaftsjournalistin und Fotojournalistin, hauptsächlich zu Themen rund um die Klimaerwärmung in den Alpen und zu Fragen im Zusammenhang mit Wasserressourcen.
Als Autorin zweier reich illustrierter Werke ("Evolène, Regard sur un paysage" und "La Voix des Eaux, des Alpes au Léman") versucht sie, einen neuen Blick auf Umweltfragen zu eröffnen und dabei wissenschaftliche Relevanz mit der Ästhetik der Fotografie zu verbinden.
Entdecken Sie ihr Universum: WWW.CLAUDEBERNHARD.COM
DANKSAGUNG
- Claude Bernhard
- Nathalie Chèvre, UNIL
- Serge Stoll, UNIGE
- Hans-Rudolf Pfeifer, UNIL
- Ninian Hubert Van Blyenburgh, UNIGE
- Hans Peter Kohler, EAWAG
- Marc Bernard, Service de l'environnement, Section protection des eaux, Canton du Valais
- Pierre-Yves Bernhard
- Commission internationale pour la protection des eaux du Léman, CIPEL











